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Aktuelles  12.02.2014 (Archiv)

Ampeln zur Bildretusche sind Schwachsinn!

Ministerin Heinisch-Hosek hat ein politisch gefahrloses Thema mit PR-Wirkung gefunden gehabt. Der Werberat gibt ihr mit dem Retuschebarometer nun auch noch Öffentlichkeitswirkung, die einer solch praxisfremden Regelung eigentlich nicht zusteht.

Die Forderung, Bilder in der Werbung durch eine Ampel auf die Echtheit hin zu kennzeichnen, ist leicht zu verkaufen. Man könne Essstörungen und schlechtes Selbstwertgefühl beim Nachwuchs verhindern, so die (unhinterfragte) Aussage. Weil die Fotos nur Schönheitsideale zeigen, eifere die Jugend diesen maßlos nach, so die Vermutung. Also soll ein roter Punkt zeigen, wenn ein Bild geschönt wurde...

Barometer
Die Werbe- und Medienbranche sieht als Alternative die Selbstregulierung, wie man sie schon erfolgreich in anderen Ethikfragen macht. Der Werberat verurteilt so etwa Gewalt und Sexismus und hat mit dem Retuschebarometer ein Werkzeug zur Einschätzung geschaffen:

Retuschebarometer des Werberats

Eine gute Idee, die der weltfremden Idee der Ministerin allerdings noch einmal Raum gibt.


Abgesehen davon, dass man immer medienmündigere Menschen durchaus mit bearbeiteten Bildern konfrontieren darf - hallo? wir haben 2014! - und sich die Jugend ohnehin schonungslos selbst unretuschiert darstellt (Selfie!) zeugt die Forderung nach Ampeln auf der Werbung von Unwissenheit.

Das beginnt schon beim Fotografieren selbst. Der gute Fotograf kann durch Licht, Blickwinkel, Brennweite, Schärfepunkt, Pose etc. so viel am Bild optimieren, wie es eine typische Photoshop-Retusche gar nicht könnte. Schlechtere oder faulere Fotografen greifen zur Retusche, sparen sich Arbeit damit und erreichen das gleiche Ergebnis. Ersteres hat einen grünen, zweiteres einen roten Punkt - das Bild schaut gleich aus.

Da man in der Werbung aber kontrollierte Ergebnisse braucht, alleine schon weil es bestimmte Vorgaben in einer arbeitsteiligen Welt gibt und es der Ablauf nicht anders möglich macht, wird Retusche immer notwendig sein. Dort ein Baum weg, da ein Logo zu viel, hier verdecken Haare das schöne Kleid, dort glänzt die Haut zu viel, weil der Fotograf nicht gleich darauf geachtet hat. Ach ja, ein Fältchen lenkt von der Kette in der Werbung ab, weg damit. Perfekt hat das Foto auch vorher ausgesehen, verwendbar und wirksamer wird es mit Retusche. Roter Punkt für einen einfacheren Workflow für wirksamere Fotos? Nicht schönere, nicht bessere, sondern: Wirksamere, zweckmäßigere!

Gleiche Ergebnisse mit Ampel

Sollte es die Politik doch schaffen, Retusche zu brandmarken, wird es überhaupt spannend: Auftraggeber wollen bestimmte Ergebnisse und zahlen viel Geld dafür. Und sie bekommen diese auch. Auch in solchen Szenarien. Nur wird sich die Arbeit in der Branche auf weniger Menschen beschränken - nur die besten Fotografen mit den von Natur aus fotogen-schön-posingsicheren Models kommen dann zum Zug. Und wieder: Das Ergebnis wird gleich sein, nur der Aufwand dorthin größer. Und die Aufteilung am Markt wird verschoben.

Letzter Punkt: Mit einer Ampelregelung in Österreich schafft man etwas, das international kaum durchsetzbar ist. Wer garantiert für die Fotos der internationalen Agentur die Bearbeitungstiefe? Noch schlimmer: Wer beantwortet überhaupt solche Fragen?

Vorbild Politik?

Vorschlag zur Güte: Bei der nächsten Wahl könnten sich die Parteien auf Ampeln auf den Wahlplakaten einigen, um das System zu demonstrieren. Heinisch-Hoseks SP-Plakat soll dann aber gefälligst nicht rot sein, damit man den roten Punkt ihrer Ampel sehen kann. Oder bekommt sie einen grünen in der Farbe des politischen Mitbewerbs? Und was machen die Kleinparteien, die s/w drucken, um sich Plakate leisten zu können? Gibt es den roten Punkt dann als Graustufe?

Fazit: Wir haben die Argumente noch gar nicht alle gesammelt, aber schon die Annäherung an das Thema ist offensichtlich: Die praxisferne Idee von Ampeln in Werbefotos ist nicht durchführbar, kostet Geld, hat keinerlei Wirkung. Außer in der politischen Außenwirkung der Ministerin, die mit einem gefahrlosen Thema Schlagzeilen machen kann. Dabei gäbe es so viele wirkliche Themen für die Politik, die hinter Wünschen wie diesen verborgen werden...

Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie hier!

#Bildbearbeitung #Werbung #Ampel #Politik #SPÖ #Fotograf #Model #Fotos #Jugend



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