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Fotografen  14.06.2012 (Archiv)

Freigabe der Fotografie wird verhindert?

Da war sie endlich, die neue Regulierung der Gewerbeordnung, die zahlreiche Erleichterungen beinhaltete. Auch für Fotografen, die in Österreich noch im gewerblichen Mittelalter und geschützter Werkstätte arbeiteten. Das ist nun in Gefahr.

Die EU will Harmonisierung, die heutigen Digitalfotografen haben nichts mehr mit den gefährlichen Chemie-Experten der Vergangenheit zu tun. Da ist es eigentlich logisch, dass endlich auch Österreich sein Gewerberecht anpasst und die Fotografie in die Freiheit entläßt. Bisher läßt sich damit ja nur verdienen, wenn der Meister knipst. In einer geschützten Werkstatt also - oder im Ausland bzw. illegal. Dass die bekannten heimischen Fotografen als Autodidakten in Österreich gar nicht praktizieren dürfen, ist dabei nur eine der eigenartigen Ausprägungen der veralteten Regelung.

Endlich Freigabe des Fotografen-Gewerbes?

Der Änderungsvorschlag der Regierung (Mitterlehner brachte ihn ein) passierte den Ministerrat und sollte eigentlich gar kein Thema sein. Logisch schon nicht, politisch nicht und auch die Betroffenen würden sich freuen: Die Mehrheit der bisher geschützten Fotografen steht hinter der Öffnung und auch jene, die die angekündigten neuen Möglichkeiten für sich nutzen wollen, sind höchst engagiert. So wurde u.a. in Facebook eine Initiative gestartet und eine Petition wurde von über 10.000 Unterstützern bereits unterzeichnet. Bis auf wenige Gegner scheinen große Mehrheiten hinter der Neuregelung zu stehen, auch Kunden würden sich offensichtlich über neue Chancen freuen.

Verhindert VP/SP die Freigabe jetzt?

Just in dieser Euphorie der Branche, die sich endlich entfalten könnte, bricht die Meldung herein, dass im zuständigen Ausschuss vor der Ratifizierung noch eine Änderung erfolgen soll. Von einem 'Kompromiss' ist die Rede, wenn Konrad Steindl (ÖVP) und Christoph Matznetter (SPÖ) zitiert werden. Und der solle eine mehrjährige Vorstufe zum Fotografen-Gewerbeschein bedeuten, also von Freiheit keine Spur. 'Dem SWV Wien geht es selbstverständlich nicht darum, Fotografen in die Illegalität zu treiben, sondern eine absolute Liberalisierung zu verhindern', lautet das 'rote' Statement dazu. 'Eine Änderung, die keine Änderung bringt' wäre die Übersetzung.

Jürg Christandl, nach einem telefonischen Kontakt mit Matznetter und Steindl, sieht die Folgen des 'Kompromisses' ganz klar: 'Das würde bedeuten, dass Autodidakten, künstlerische Fotografen, Pressefotografen auch weiterhin fünf Jahre lang illegal fotografieren müssten, bis sie den Vollgewerbeschein bekommen.'

Lisi Specht, selbst auch legale Berufsfotografin: 'Geht es nach den beiden Herren, soll - getarnt durch die Bezeichnung Kompromiss - die Freigabe verhindert und auch weiterhin die legale Gewerbeausübung für viele Fotografinnen und Fotografen be- und verhindert werden. Auch jetzt schon sieht Punkt 3 der gesetzlich geregelten Zugangsvoraussetzungen die Möglichkeit zur Anmeldung des Gewerbes Berufsfotografie nach 5 Jahren Praxis vor. Die verhandelte Lösung wäre also nur eine Beibehaltung des Status Quo, verpackt in neue Worte.' Sie ruft daher auf, die handelnden Personen im Ausschuss anzusprechen und die Problematik zu erklären. In den Nationalrat solle die Freigabe zur Abstimmung kommen und nicht eine Lösung, die keine ist.

Zwang zur Illegalität

Christandl: 'Österreich hätte seinen Status als eines der letzten Länder der Welt mit Zugangsbeschränkungen weiterhin betoniert.' Eine kosmetische Änderung ohne Auswirkung würde da beschlossen werden. Und da international andere Regeln gelten wären die Auswirkungen für die heimische Wirtschaft fatal - schon jetzt fließt viel Geld in die Nachbarländer ab. 'Fakt ist, den reinen Pressefotografen gibt es kaum mehr. Viele Pressefotografen mit Schein haben nur diese Möglichkeit genutzt, das Gewerbe auszuüben.' erklärt Christandl weiter. Der 5-jährige Einstieg als Pressefotograf vor dem vollen Gewerbeschein wäre also ohnehin auch nur ein Start in der Illegalität.



Ob die Vernunft gegen die 'Betonköpfe der Innung', wie es in den aufgebrachten Foren heißt, noch siegt? Der Ball liegt aktuell im Wirtschaftsausschuss des Parlaments. Welche Vorlage dann im Nationalrat beschlossen wird, wird dort getextet. Der 'Kompromiss' kann dort umgesetzt werden. Oder aber man besinnt sich da auf die ursprüngliche Absicht von Reinhold Mitterlehner und dem Regierungsteam und legt im Parlament den originalen Text vor, der ohnehin schon abgestimmt und von den wichtigen Proponenten befürwortet wurde. Vor allem von der breiten Unterstützer-Gruppe für die Änderung der Gewerbeordnung, denen man mit dem 'Kompromiss', der keiner ist, vor den Kopf stoßen würde.

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#Fotografen #Fotografie #Gewerbeordnung #Österreich #ÖVP #SPÖ



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